Unsere Wanderfahrt nach Leutasch im Sommer 2022

Eine kurze Zusammenfassung von Peter Lüpcke

Sonntag, 28. August 

Der Wetterbericht sah gar nicht gut aus, als wir am frühen Morgen in den modernen Reisebus der Firma „Strohmenger“ einstiegen, um nach Leutasch aufzubrechen. Umso erfreulicher war es deshalb, als wir dank der Fahrkünste unseres Busfahrers Wilfried noch einen geeigneten Parkplatz fanden, auf dem wir unser „kleines Frühstück“ mit Hausmacher, „Fleeschworscht“ und „Pälzer Woi“ noch „trocken“ genießen konnten.  

Da war dann zur Mittagspause im Gasthof „Dragoner“ in Peiting gar nicht mehr so viel Platz im Magen. Doch dann verlor der Wettergott wohl seine Geduld und unsere geplanten Aufenthalte in „Kloster Ettal“ und „Mittenwald“ fielen buchstäblich ins Wasser bzw. dem Regen zum Opfer. Aber als Wilfried dann die schmale und sehr steile Einfahrt zum Hotel Hochland mit Bravour gemeistert hatte, spitzelte bereits schon wieder die Sonne hervor.  

Nachdem alle eingecheckt und ihre Zimmer bezogen hatten ging es auch schon in den Speiseraum, wo uns ein üppiges Salatbuffet und ein sehr schmackhaftes Menü erwarteten. Man merkte dann allerdings, dass auch stilles Sitzen anstrengend sein kann, denn nach dem leckeren Abendessen (was für die ganze Woche gilt) wurde es immer ruhiger und gegen 21:00 Uhr befanden sich die meisten Mitreisenden bereits auf ihren Zimmern.  

Montag, 29. August 

Der Wettergott hatte ein Einsehen! Zum Frühstück begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel und weckte richtig Lust auf unsere geplante Tour zur Partnachklamm. Nachdem uns Wilfried zum Parkplatz am Garmischer Skistadion gebracht hatte, teilte sich unsere Gruppe. 

Während wir Wanderer mit der Eckbauernbahn hochfuhren und nach kurzer Einkehr auf der Terrasse des Berggasthof Eckbauer zur Klamm hinunter wanderten, blieben unsere nicht so ganz so fitten Teilnehmer unten, wo sie zwischen einem kleinen Fußmarsch oder einer Kutschfahrt zum Klammende wählen konnten. 

Nach Durchquerung der sehr stark besuchten Klamm trafen sich beide Gruppen im schönen Biergarten des „Klammhaus“ an der Partnach zu einer wohlverdienten Rast. Von dort ging es per Pedes zurück zum Bus, wo kurzerhand beschlossen wurde, den ausgefallenen Besuch in Mittenwald jetzt nachzuholen.  

Man braucht nicht extra zu erwähnen, dass schon die Fußgängerzone von Mittenwald eine Reise wert ist. Die Krönung dieses Tages war aber für einige von uns bestimmt der Genuss von Cappuccino, Kuchen und fantastischen Eisbechern im Café Haller. 

Den konnte dann auch das wieder sehr leckere Abendessen nicht mehr toppen!  

Dienstag, 30. August 

Es stand der Besuch des „Isarursprungs“ auf dem Programm. Die Fahrt mit Großraum Taxis sollte im nahen Scharnitz starten, wohin uns nach einem guten Frühstück Wilfried zügig mit dem Bus brachte. Nach Lösung eines kleinen Kommunikationsproblems zwischen Rolf und der „Taxlerin“, wurde die Gruppe wie schon gewohnt erneut in Wanderer und „Leichtwanderer“ aufgeteilt. Da letztere bis zum Isarursprung fahren durften, hatten zuerst die Wanderer das Vergnügen mit den Taxis in flotter Fahrt über einen schmalen, kurvenreichen Weg zum ca. 6 km entfernten Startpunkt gebracht zu werden. Von hier ging es, unterbrochen von kleinen Trinkpausen, bei hoch stehender Sonne in einer weit auseinandergezogenen Formation weiter zum 6 km entfernten Isarursprung.  Natürlich wurde dort ausgiebig fotografiert, bevor dann noch gut 2 km weiter zur urigen Kastenhütte gewandert wurde. Hier waren unsere Leichtwanderer bereits dabei im Biergarten die (teuren) Jausen-Angebote der Hütte zu genießen. Der Rückweg erfolgte individuell. Während die einen die Strecke komplett mit dem Taxi fuhren, wurden andere auf dem Weg zum Bus „eingesammelt“. Nachdem Rolf festgestellt hatte, dass alle wieder im Bus saßen, ging es mit diesem in flotter Fahrt wieder zurück ins „Hochland“.  

Mittwoch, 31. August 

Der Wetterbericht sah gar nicht gut aus! Dennoch entschieden wir uns, die für heute geplante Fahrt zum Achensee anzutreten. Bereits 2021 hatte unser neu gewählter Vorstandsvorsitzende, Jochen Weidhaas, seinen Urlaub am Achensee gebucht, zufällig im selben Zeitraum wie unsere Wanderfahrt. 

Aufgrund der auf der Vortour gemachten Erfahrungen mit dem nicht gerade leicht zu laufenden Gaisalmsteig, hatte ich gleich nach unserer Rückkehr mit seiner Hilfe als Alternative bereits die Wanderung zur Dalfazalm geplant.  

So kam es, dass die Wandergruppe trotz des trüben Wetters gleich nach der Ankunft in Maurach am Achensee von Jochen Weidhaas begrüßt wurde und wir zusammen mit der Rofanseilbahn zu der auf 1840 Meter gelegenen Bergstation fuhren während die anderen ab Pertisau eine Achensee Rundfahrt mit Zwischenstopp in der Gaisalm machten. 

Derweil holten wir uns auf dem Weg zur Alm den nötigen Appetit auf die dort angebotenen Schmankerl und wanderten anschließend trotz des einsetzenden Regens wieder gut gelaunt zurück zur Rofanseilbahn. 

Nach einem kurzen Stopp im „Alm Stüberl“ ging es dann mit der Seilbahn runter nach Maurach, wo wir uns von Jochen Weidhaas verabschiedeten und zu unseren „Schiffern“ in den Bus einstiegen. Auch auf der Rückfahrt zum Hotel behielt der Wetterbericht leider recht, doch das leckere Abendmenü sowie ein Enzian danach sorgten zumindest bei Schorsch und mir weiterhin für gute Laune.  

 

Donnerstag, 1. September 

Der Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und so stiegen wir nach dem Frühstück gut gelaunt in unseren Bus, der uns nach kurzer Fahrt zum Startpunkt der heutigen Wanderung brachte. Hier teilte sich die Gruppe wieder. Die Nichtwanderer durften sich auf eine romantische Kutschenfahrt freuen, während die Wanderer gleich zu Beginn des Wegs ein sehr steiler Anstieg erwartete. 

Nach dessen erfolgreicher Bewältigung, ging es über den Ganghoferweg zur Gaistalalm. Erstaunlicherweise bewiesen dort auch die Kutschenfahrer schon wieder einen guten Appetit. Aber das kulinarische Angebot (und die Buttermilch!) dieser Alm waren ja auch verführerisch gut.  

Nach der für einige viel zu kurzen Rast, ging es wie geplant über die von einer extremen Fliegenplage heimgesuchte Hämmermoosalm wieder zurück zum Ausgangspunkt, wo uns der Bus schon erwartete.  

 

Freitag, 2. September 

Dieser Tag war besonders ereignisreich, bzw. brachte vielfältige Erlebnisse. Während die meisten von uns mit dem Sessellift zur Katzenkopfhütte fuhren und von dort zur Wildmoosalm, auch Schnapsalm genannt, wanderten, begab sich eine kleine Gruppe von 4 mutigen Frauen unter meiner „Obhut“ auf den steilen, aber extrem schönen Wanderweg zur Alm. Oh, welch ein Erstaunen, als wir dort ankamen. 

Denn wir waren tatsächlich vor den „Liftfahrern“ da und hatten bereits schon den ersten Schnaps verdaut, bevor unsere Wanderfreunde überhaupt in Sicht kamen. Nach dieser  motivierenden Erfahrung beschlossen wir, nicht mit dem Linienbus nach Seefeld zu fahren, sondern auch diese Strecke noch zu wandern. 

Nach einem kleinen Stadtbummel und dem Besuch eines guten Cafés trafen wir uns dann alle wieder bei unserem Bus, gespannt auf die letzte Etappe, die nach Mösern führen sollte. Dort besuchten wir die Friedensglocke, die mit 10  Tonnen Gewicht die größte freihängende Glocke des Alpenraums ist. 

Nachdem sie uns gegen 17 Uhr mit ihrem beeindruckenden Klang erfreut hatte, fuhren wir mit unserem Bus wieder zurück ins Hotel, denn dort gab es ja noch etwas zu feiern. Liselotte ließ es sich nicht nehmen anlässlich ihres 87zigsten Geburtstags eine Runde Sekt auszugeben, was natürlich die eh schon gute Stimmung nochmals sprunghaft steigen ließ….  

 

Samstag, 3. September 

Unser letzter Tag. Heimfahrt! Aber Rolf hatte auch für heute noch „Highlights“ in petto. Zuerst ein Besuch der Leutascher Geisterklamm, mit dem beeindruckenden Erlebnissteig und hohen Brücken, die für einige schon eine psychische Herausforderung darstellten. Bei strahlendem Sonnenschein führte uns der Weg sodann über zahlreiche Serpentinen hinunter nach Mittenwald, zum Gasthof Alpenrose, wo uns eine Belohnung in Form eines klassischen Weißwurst Essens erwartete. Es war einfach nur gut!!!  

Von hier ging es dann, nur wenig verzögert durch einen kleinen Stau bei Reutte, zurück in  die Pfalz.